Therapiezentrum soll im April öffnen

Gesundheit

Umbauarbeiten in der ehemaligen Brauerei Kürsten im Arnstädter Parkweg laufen auf Hochtouren – ein Baustellenbesuch

Arnstadt Die ehemalige Brauerei Kürsten im Parkweg dürfte derzeit Arnstadts größte Baustelle sein. In vielen Räumen, auch an der Umfassungsmauer wird gearbeitet. Das Stimmengewirr ist international, Gerüstbauer, Trockenbauer, Maler, Putzer und Elektriker haben alle Hände voll zu tun.

Im künftigen Therapiezentrum ist schon viel passiert, hier läuft der Innenausbau für die Praxen – Ergotherapie, Logopädie, Yoga und Zahnarzt. Unters Dach kommt eine Wohnung, ins Erdgeschoss ein Steakhaus.

Zum 1. April 2020 soll dieser Bereich fertig sein, erklärte Investor Michael Patenge bei einem Baustellenbesuch. Eleonore Mühlbauer (SPD), Landtagsmitglied und Stadträtin, hatte sich angemeldet. Sie ist selbst Architektin und kam mit Patenge schnell ins Fachsimpeln. Sie sprach auch ihre Hochachtung aus, dass sich der Projektentwickler „dieses wunderschönen Klinkerbaus“ angenommen habe und ihn erhalte.

Patenge spricht von eine Investition „größer als fünf Millionen“, der Innenausbau komme noch hinzu. Das Industriegebäude ist denkmalgeschützt, liegt aber außerhalb des Sanierungsgebietes der Stadt, weshalb es keine Fördermittel gibt. 10.000 Euro hatte die Stadt für die Erneuerung der Fenster zugeschossen. Der zweite Antrag bei der städtischen Stiftung zur finanziellen Unterstützung der Eigentümer historisch wertvoller Gebäude konnte aufgrund fehlender Mittel nicht positiv beschieden werden, erklärte Patenge, den die Großbaustelle derzeit Tag und Nacht beschäftigt. Leider wurden auch keine Landes- und Bundesmittel zur Verfügung gestellt. Da Patenge als privater Bauherr auftritt, fehlen trotz gewerblicher Nutzung die formalen Voraussetzungen zur Beantragung von Fördermitteln, die sonst Firmen erhalten könnten. So muss er alles aus eigener Kraft stemmen. Eleonore Mühlbauer will sich um einen Ortstermin mit dem Landeskonservator bemühen und betonte: „Wir als Stadt müssen so engagierte Menschen unterstützen.“

Patenge nennt seine Leidenschaft für alte Fabriken als Hauptgrund, diese Lebensleistung früherer Generationen müsse man erhalten. Der 44-jährige Thüringer, der vor 13 Jahren nach Arnstadt kam, hat bereits mehrere Fabrikgebäude saniert.

Wie bei alten Bauwerken unvermeidlich, ergaben sich auch im Parkweg immer wieder Probleme. Die Statik hat es in sich, viele Decken mussten komplett erneuert werden, um den Ansprüchen – wie die schweren Stühle einer Zahnarztpraxis – zu entsprechen.

Wie die Räume, so wird auch die Terrasse für das Steakhaus per Fahrstuhl barrierefrei zu erreichen sein. Das Haupthaus mit dem Sport- und Freizeitpark P2 (benannt nach der Adresse Parkweg 2) soll nach jetzigem Stand zum 1. August 2020 fertig werden. Geplant ist auch ein Outdoorpark auf einer Terrasse.

Insgesamt werden auf dem 5000 Quadratmeter große Areal der ehemaligen Brauerei rund 4500 Quadratmeter Mietfläche geschaffen – alles sei vor Baubeginn vermietet gewesen. Mit Hilfe einer Innengestalterin wird die Verbindung zwischen der Historie des Gebäudes und dem neuen Nutzungskonzept erarbeitet.

Man darf gespannt sein.

 

 

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