Stellungnahme des Bundestagsabgeordneten Christoph Matschie, zur Tarifflucht von „real“

Arbeit & Wirtschaft

Die Metro-Tochter real hat sich aus dem Flächentarifvertrag des Einzelhandels verabschiedet. Im Vorfeld haben die Beschäftigten über einen Zukunftstarifvertrag seit 2015 schon auf Tariferhöhungen und das Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichtet, um dem Arbeitgeber entgegenzukommen und ihm zu ermöglichen Investitionen zu tätigen. Dies macht die Entscheidung, den Flächentarifvertrag zu verlassen, noch dreister. Die Tarifflucht bedeutet, für rund 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Deutschland, im Schnitt 24 Prozent weniger Lohn. In Thüringen betrifft dies immerhin zirka 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, verteilt auf 4 Standorte.

Wir als Sozialdemokraten setzen uns für angemessene Löhne in unserem Land ein und werden solch ein Unternehmensgebaren nicht einfach hinnehmen. Im Moment wird daran gearbeitet die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen zu vereinfachen, denn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen angemessen bezahlt werden und benötigen ordentliche Arbeitsbedingungen.

Wenn real unwidersprochen so mit Beschäftigten umgehen kann, dann könnte das erst der Anfang sein. Andere Handelsketten könnten dem Negativbeispiel real folgen. Das müssen wir verhindern.

Ich stelle mich in dieser Auseinandersetzung an die Seite von ver.di und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von real und hoffe auf ein Einlenken der Metro-Tochter.

 
 

Mach mit, und werde Mitglied in der SPD.

Unsere Jungsozialist*innen im Ilm-Kreis
 

 

 

Die nächsten Termine

04.02.2020, 18:30 Uhr
Erweiterte Kreisvorstandssitzung
Gaststätte 'Platte', Rudolstädter Straße 47, 99310 Arnstadt
10.02.2020, 18:00 Uhr
Jahreshauptversammlung mit Vorstandsneuwahl
Gaststätte 'Zur Kegelbahn', Andersen-Nexö-Straße 7, 99326 Stadtilm
10.02.2020, 19:30 Uhr
Feier anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Ortsvereins
Gaststätte 'Zur Kegelbahn', Andersen-Nexö-Straße 7, 99326 Stadtilm

Alle Termine